Wir sind ein Dreierteam aus Friesland, das sich seit März 2010 mit Geocaching beschäftigt. Mehr oder weniger zufällig sind wir zu diesem schönen Hobby gekommen, als ein entsprechendes Programm in dem Software-Katalogs meines Palm Pre auftauchte. Wir probierten es kurzerhand aus und sind – wie so viele andere auch – dem Schnitzeljagd-Virus verfallen und folgen ihm gemeinsam mit unserer Schäferhündin Cindy.
Was ist Geocaching?
Im Grunde genommen ist Geocaching ein weltweites Spiel, das ähnlich wie die aus Kindertagen gut bekannte Schnitzeljagd ist. Irgendwo wird ein Schatz (hier: Cache) versteckt, den es mit GPS-Unterstützung zu suchen gilt. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist hierbei fast immer identisch:
- Auf speziellen Internetseiten (vgl. unsere Link-Liste) wird ein Cache herausgesucht und die Koordinaten in das GPS-Gerät eingetragen. Teilweise ist es erforderlich, in der Vorbereitung der Cache-Jagd ein Rätsel zu lösen, um an die Koordinaten zu gelangen. Auch sollte hierbei die Beschreibung der Caches genau gelesen werden, um beim Heben des Schatzes keine unliebsamen Überraschungen (z. B. fehlende Ausrüstung, benötigte Zeit oder spezielle Mitbringsel) zu erleben.
- Nachdem die Vorbereitung abgeschlossen ist, geht es los. Sofern man motorisiert unterwegs ist, sucht man sich in der Nähe des Ziels einen guten Parkplatz und läuft los – immer der Richtung nach, in die der GPS-Empfänger zeigt. Dabei können die verschiedensten Hindernisse auftreten: umgefallene Bäume, Dickichte, Dornranken, Moorflächen, Gräben u.v.m. Es gibt aber auch Caches, bei denen der Leger den Suchern einfach nur schöne Strecken oder Gegenden zeigen möchte. In beiden Fällen gilt der Spruch: “Der Weg ist das Ziel!”
- Werden dann die Ziel-Koordinaten erreicht, geht das Suchen los: Ist der Cache unten am Baum versteckt? Oder liegt er irgendwo in einem Astloch? Oder ist ein ganz anderes Versteck gewählt worden?
Grundregel hier bei ist, dass der Cache ca. 10-15m rund um die angegebenen Koordinaten liegt. Diese Abweichung kommt aufgrund von Messfehlern zustande, die aus den Umweltfaktoren (z. B. dichte Wolkendecke beim Legen, Bäume, Betonmauern) resultieren.
Ist der Schatz dann gefunden worden, tragt euch kurz in das Logbuch ein (i.d.R. mit dem Nickname, mit dem ihr auf einer der Caching-Seiten registriert seid, Datum und Uhrzeit; teilweise ist auch Platz für einen kleinen, persönlichen Kommentar). Einige Caches enthalten auch Tauschgegenstände, die ihr gegen etwas von euch mitgebrachtes eintauschen könnt. Es besteht kein Tauschzwang, aber grundsätzlich solltet ihr immer etwas in die Dose legen, wenn ihr auch etwas herausgenommen habt.
Nach dem Loggen und dem ggf. durchgeführten Tausch legt ihr den Schatzbehälter wieder so zurück, wie ihr ihn gefunden habt. Der nächste Sucher wird sich freuen, wenn er auch suchen darf und die Dose nicht wie auf dem Präsentierteller vorfindet.
Bitte achtet beim Heben des Caches darauf, dass weder die Dose noch das Versteck beschädigt wird. Nichts ist ärgerlicher, als wenn das mühsam gesuchte Versteck unbrauchbar wird und der Cache deshalb archiviert werden muss. - Nachdem ihr den Cache wieder zurück gelegt habt und daheim angekommen seid, geht es an die Nachbereitung. Sie ist kein Muss, aber es ist schön, im eigenen Log nachschlagen zu können, wann welcher Cache gehoben wurde. Zudem kann der Cache-Eigner online die Besucher bei seinem Schatz nachvollziehen, was für ihn sicherlich auch interessant ist.
Dies klingt zwar nach viel Aufwand, aber unserer Erfahrung nach lohnt es sich! Wir sind gerne in der Natur unterwegs – zumal der Hund täglich raus muss. Warum also das Gassi-Gehen nicht mit diesem interessanten Hobby verbinden, das sich zudem auch für Kinder eignet? Durch das Geocaching haben wir nicht nur schöne, abwechslungsreiche Gassi-Strecken gefunden, sondern auch noch so einiges über unsere Heimat gelernt.
Was braucht man als Ausrüstung für den Hund und sich?
Bei der Ausrüstung ist – wie fast überall – nach oben hin keine Grenzen gesetzt, besonders wenn es bei den schwierigeren Caches um Tauchen oder Klettern mit spezieller Ausrüstung geht. Zum Testen des Geocachings ist dies alles jedoch nicht erforderlich. Als minimale Ausstattung reichen ein GPS-Empfänger (es geht auch ein Smart-Phone), ein Stift sowie die Cache-Beschreibung. Unserer Erfahrung nach sollte man von Anfang an robuste, wetterfeste Schuhe mit gutem Profil und robuste Kleidung, die auch mal dreckig werden darf, verwenden.
Mit jedem gehobenen Cache wird die Ausrüstung fast automatisch größer, da jedes Versteck andere Anforderungen hat. So gehören derzeit folgende Gegenstände zu unserer Ausrüstung:
- wetterfeste Kleidung und robuste Stiefel mit Profil
- Kamera für die Fotos am Final oder für Aufnahmen unterwegs
- GPS-Gerät eTrex H von Garmin
- Palm Pre (falls das GPS-Gerät ausfällt bzw. um zwischendurch mal schnell die Cache-Beschreibungen aufrufen zu können)
- mehrere Stifte (Kugelschreiber, Bleistifte)
- Tauschgegenstände
- Taschentücher
- Pflaster
- Spiegel
- einfacher Kompass
- Magnet (Festplattenmagnet von einer Notebook-Festplatte)
- Schnur
- Gartenhandschuhe zum Wühlen
- Taschenlampe
Für die Mitnahme unseres Hundes hat sich folgende Ausstattung bewährt:
- robuste Leine (keine Flexi!)
- Führgeschirr (sogenanntes Norweger-Geschirr mit Griff, mit dem man den Hund ggf. aus Löchern herausziehen kann)
- Leckerlies
- Wasser
- Zeckenzange
Einen guten Überblick über die Ausrüstung allgemein bietet das Cachewiki.